Die DEAN Methode von Meister Dean Li

Liebe Leserin, lieber Leser,

auf sanfte und natürliche Weise gesund zu bleiben oder die eigene Gesundheit zu verbessern – das wünschen sich immer mehr Menschen. Einer der ältesten Wege zu diesem Ziel ist die ursprüngliche chinesische Medizin. Sie entstand vor Jahrtausenden aus der umfassenden Weisheit der alten Meister des frühen China.

Meister Dean Li hat die wertvollen Lehren und Übungen dieser Heil- und Lebenskunst mit seiner DEAN Methode an die heutige Zeit angepasst. Seit seiner Kindheit bitten ihn Menschen bei körperlichen, seelischen und geistigen Problemen um Behandlungen nach der uralten Heilkunde.

Der gemeinnützige DEAN e.V. fördert naturbezogene traditionelle Wege zur Gesunderhaltung. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir dabei der Methode von Meister Li. Wir möchten sie weiter in die Welt tragen, weil wir selbst dankbar erfahren haben, dass sie uns hilft, ein gesundes schönes und glückliches Leben zu führen. Zudem bewahrt sie ein wertvolles kulturelles Erbe, das selbst in China nahezu in Vergessenheit geraten ist.

Der folgende Text bietet die Möglichkeit, einen kleinen Überblick über die Methode zu bekommen. Wer sie praktisch kennenlernen und erste Übungen mitmachen möchte, ist herzlich willkommen bei unseren vielfältigen Veranstaltungen.

Ursprüngliche chinesische Medizin

Die DEAN Methode von Meister Li

Unter den natürlichen Heilverfahren spielen Methoden aus Asien wie Qigong, Shiatsu oder die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) eine besonders große Rolle. Weniger bekannt ist, dass alle diese Verfahren auf eine gemeinsame Quelle zurückgehen: die ursprüngliche chinesische Medizin. Sie wurde erstmals vor über 2.000 Jahren im ältesten Werk der chinesischen Medizin beschrieben: im „Klassiker des Gelben Kaisers“.

Mit der DEAN Methode von Meister Li wird die uralte Heil- und Lebenskunst für den modernen Menschen zugänglich, unabhängig von Land und Kultur. Die Methode ist so einfach wie wirkungsvoll und eignet sich für Kinder und Erwachsene jeden Alters. Wer sie praktiziert, kann erfahren, dass die Lehren der alten chinesischen Meister auch heute noch ein tief wirksamer Weg zu Glück, Gelassenheit und Lebensfreude sind. Kinder können damit ihre Energie schon früh stabil aufbauen, ihr eigenes Talent finden und einen guten Start in ein glückliches Leben haben.

Die ursprüngliche chinesische Medizin erklärt das Prinzip unseres Lebens sowie die Hintergründe von Gesundheit und Krankheit anhand der universalen Grundkräfte von Yin und Yang. Beide sind natürlicherweise im Gleichgewicht. Sie werden durch den freien Fluss des Qi – der Lebensenergie, vereinfacht gesagt – immerzu ausgeglichen, und dieser Ausgleich hält uns gesund. Leider führen Störungen in unserem Leben oftmals dazu, dass unsere Energie nicht mehr frei fließen kann und sich stattdessen staut und abschwächt. So entstehen Probleme aller Art.

Die DEAN Methode bietet ein umfassendes System sanfter, ruhiger Übungen für die Organe und Meridiane. Sie alle wirken gleichermaßen auf der körperlichen, seelischen und geistigen Ebene und sind leicht zu praktizieren. Sie helfen uns, unsere Energie zu reinigen, wieder aufzubauen und zum Fließen zu bringen. Auf diese Weise können Yin und Yang nach und nach wieder ausgeglichen werden.

Meister Dean Li stammt aus Südchina. Bereits als Kind begann er seine Ausbildung in ursprünglicher chinesischer Medizin. Sein Meister schulte ihn viele Jahre intensiv in ihrer Anwendung und Philosophie und hat ihn tief mit ihren Wurzeln verbunden.

Dean Li studierte zusätzlich Traditionelle Chinesische Medizin und arbeitete an mehreren Kliniken in Guangdong. Im Jahr 1980 entwickelte er die DEAN Methode. Einer Einladung folgend, kam er 1989 nach Deutschland, um dort seine heilende Arbeit fortzusetzen. Aufgrund vielfacher Nachfrage begann er 2006 zudem, Schüler in seiner Methode auszubilden. Seit mehr als 40 Jahren suchen Menschen seine Hilfe, inzwischen weit über China und Deutschland hinaus auch in vielen anderen Ländern der Welt.

In Balance bleiben

Gesundheit ist die Harmonie von Yin und Yang

Alles Leben im Universum beruht auf einem ausgeglichenen Wechselspiel von Yin und Yang. Yin ist der weibliche, passive Pol; zu ihm gehören zum Beispiel die Nacht, der Mond, die Materie und das Wasser, das Kalte, Ruhige, Sanfte, Weiche, Leere und Tiefe. Yang ist der männliche, aktive Pol. Zum Yang zählen unter anderem der Tag, die Sonne, der Geist und das Feuer, das Warme, Bewegte, Starke, Harte, Volle und Hohe. Der Wandel von Yin zu Yang ist für uns eine natürliche Selbstverständlichkeit: Tag und Nacht, Sommer und Winter, Ebbe und Flut, Berg und Tal – immer folgt das eine auf das andere.

Auch wir selbst leben nur aufgrund dieses Prinzips, das die unzähligen Funktionen von Körper, Seele und Geist ermöglicht: Ein- und Ausatmen, Ernährung und Ausscheidung, Anspannung und Entspannung der Muskeln, der Herzschlag, der gesamte Flüssigkeitshaushalt, Sexualität, Wahrnehmung, Denken, Sprechen, Fühlen sind nur wenige Beispiele für das komplexe Zusammenwirken von Yin und Yang bis hin zu unseren kleinsten Zellen.

Damit wir gesund bleiben, ist es wichtig, dass dieses Zusammenwirken so funktioniert, wie es natürlicherweise sein soll. Dafür müssen unsere Yin- und Yang-Energien ausreichend stark sein und frei fließen können. In gesundem Zustand können sie einander auch helfen, falls eines einmal schwächer ist als das andere. Ein einfaches Beispiel: Bei Kälte produzieren wir durch Zittern (Bewegung ist Yang) Wärme. Ist uns zu heiß, dann produzieren wir durch Schwitzen (Wasser ist Yin) unsere eigene Kühlung. Schwierig wird es, wenn unsere Yin- oder Yang-Energie gestaut ist und beide zu sehr im Ungleichgewicht sind: Wenn wir zum Beispiel ein Übermaß an Schwäche (Yin) haben, aber nicht genug Stärke (Yang), um es auszugleichen. Oder wenn wir zu viel Unruhe (Yang) und zu wenig Ruhe (Yin) haben.

Die vier Grundübungen der DEAN Methode dienen dazu, Yin und Yang in unserem Inneren auszugleichen. In der ersten Grundübung verbinden wir uns mit dem Zhen Qi, dem sogenannten „wahren Qi“ – der kosmischen Lebensenergie. Das Empfangen von Zhen Qi ist die Basis der Heil- und Lebenskunst im alten China, da es grundlegend für die Gesundheit ist. Mit seiner Hilfe besteht die Möglichkeit, mit den Grundübungen nach und nach die Energie in unserem Haupt-Yin-Meridian (Ren Mai) und unserem Haupt-Yang-Meridian (Du Mai) wieder mehr zum Fließen zu bringen und auf diese Weise Yin und Yang zu harmonisieren. Zugleich verbindet uns die erste Grundübung mit dem Yuan Qi, unserer eigenen Ursprungsenergie. Es ist im Zhen Qi enthalten und unsere Quelle von Lebenskraft, Zufriedenheit und Lebensfreude.

Die erste Grundübung

Bevor wir mit dem Üben beginnen, legen wir alles ab, was stören könnte, wie Brille, Schmuck und Uhr. Bequeme Kleidung und ein ruhiger, angenehmer Ort zum Üben helfen beim Entspannen und inneren Wahrnehmen. Im Sitzen auf einem Stuhl legen wir den linken Handrücken auf den linken Oberschenkel, den rechten Handrücken auf den rechten Oberschenkel. Die Handflächen haben wir locker geöffnet. Die Füße stellen wir flach auf dem Boden auf, etwa schulterbreit auseinander. Die Kniekehlen sind so weit geöffnet, dass die Fersen in einer Linie mit dem Knie stehen, besser noch ein kleines bisschen weiter vorne als das Knie, damit die Energie gut bis in die Beine hinunter fließen kann. Den Oberkörper halten wir entspannt aufrecht. Die gesamte Haltung ist ohne Anstrengung. Wir schließen die Augen, die Zungenspitze liegt am Gaumen. Und wir zählen unsere Atemzüge (ein Atemzug ist einmal ein- und ausatmen) bis 72, dann beginnen wir mit dem Zählen wieder bei eins. Bei dieser Übung geht es auch darum, wahrzunehmen wie Buddha wahrnimmt: tief und ohne Erwartungen.

Wie bei allen Übungen der Methode beginnen wir die Übung – nach Möglichkeit – so, wie sie beschrieben wird. Im Verlauf der Übung folgen wir dem Fluss der Energie. Wenn zum Beispiel der Impuls kommt, uns zu bewegen, folgen wir ihm im Kontakt mit der Energie.

Probleme einfach meistern

Fünf Elemente – fünf Lösungen

Wer kennt sie nicht: Probleme in Beziehungen? Auch sie haben immer mit Yin und Yang zu tun: du und ich, Nehmen und Geben, Nähe und Distanz, Wunsch und Wirklichkeit … Aber Beziehungen haben auch mit Emotionen zu tun. Und unsere Emotionen hängen mit unseren Organen zusammen.

Die ursprüngliche chinesische Medizin versteht unter dem Begriff „Organ“ nicht das Organ aus Fleisch und Blut, sondern eine Art Festplatte, die zum Beispiel Erinnerungen, Gefühle und Energie speichert und die Energie auch verteilt. Zusammen bilden unsere Organe einen Organismus: Das Herz gilt wie in einem Staat als der Kaiser; die anderen Organe sind die Beamten. Alle Organe müssen gesund sein und harmonisch zusammenarbeiten, damit der ganze Staat gesund ist.

Die Leber ist der „General“, verantwortlich für Strategie, Überlegung, Wachstum und Kreativität.

Das Herz ist der Sitz unseres Lebensgeistes. Nur wenn der Geist des Kaisers weise und klar ist, kann der Staat gut funktionieren.

Die Milz ist der Beamte der Kornkammern; sie sorgt für das Aufnehmen, Verwerten und den Weitertransport von Nahrung aller Art.

Die Lunge, der Kanzler, ist für Ordnung, Klarheit und Angemessenheit zuständig.

Den Nieren entspringt die Willenskraft; sie ermöglichen Geschick, Fähigkeiten und kraftvolle Umsetzung.

Wie alles in der sichtbaren Welt entsprechen unsere Organe dem Prinzip der fünf Elemente, das die Wandlungsphasen von Yin und Yang beschreibt. Mit seiner Hilfe können wir lernen, wie unsere fünf Organe und Emotionen einander nähren, helfen oder stören. Für jedes Problem von und zwischen ihnen zeigt uns dieses System einen Lösungsweg.

Der Kreislauf der fünf Elemente, Organe und Emotionen

Jedes Element nährt das nächstfolgende: Holz wird zu Feuer, Feuer verwandelt sich in Erde (Asche), Erde in Metall (Erze) und Metall erzeugt Wasser (Mineralien), Wasser wiederum nährt das Holz.

Entsprechend erzeugen sich unsere Emotionen in einem Kreislauf: Wut führt zu überschießender Freude, überschießende Freude verwandelt sich in Sorge, aus Sorge entsteht Trauer, auf Trauer folgt Angst, und Angst bringt wiederum Wut hervor.

Gleichzeitig können sie einander aber auch regulieren: Freude kann Trauer ausgleichen, Trauer kann Ärger ausgleichen, ein bisschen Ärger hilft bei übermäßigen Sorgen, gutes Sorgen hilft bei Angst und Angst reguliert überschießende Freude.

Das Gleiche gilt für die Organe: Das Herz kontrolliert die Lunge, die Lunge kontrolliert die Leber, die Leber die Milz, die Milz die Nieren und die Nieren das Herz.

Zu starke Emotionen schwächen und stören die Energien unserer Organe. Als Beispiel: Zu viel Ärger schadet der Leberenergie. Da sie mit den Augen verbunden ist, kann Ärger Auswirkungen auf unsere Sehfähigkeit haben. Und auch geistig führt er zu Problemen: Die Leber ist der „General“ im Staat, zuständig für Überlegung und Strategie. Wie kann ein General in Ruhe überlegen, wenn ihm gerade eine „Laus über die Leber gelaufen“ ist? Auf der körperlichen Ebene kann zu wenig Schlaf der Leber schaden, denn in den Ruhephasen speichert die Leber das Blut, das sie später für wichtige Körperfunktionen freigibt. Das Prinzip der fünf Elemente zeigt uns hier eine Lösung. Wenn die Nierenenergie stark genug ist, kann auch die Leberenergie wieder stärker werden, denn sie wird von der Nierenenergie genährt. Falls die Nierenenergie auch schwach ist, kann die Lungenenergie helfen.

Gemäß der ursprünglichen chinesischen Medizin hat unser Organismus von Natur aus die Fähigkeit, sich selbst zu helfen – im System ist alles da, was er braucht. Wichtig dafür ist, dass die Energien der Organe sauber und ausreichend stark sind. Dafür ist es oftmals notwendig, unsere Organe zunächst energetisch zu reinigen und dann die saubere Energie wieder aufzubauen. Dazu dienen die fünf Organübungen der DEAN Methode. Für jedes Organ gibt es einen heilenden Laut, der uns mit dem energetischen und geistigen Ursprung des Organs verbindet. So können wir nach und nach den gesunden energetischen Zustand unserer Organe wiedergewinnen und sie in Harmonie miteinander halten.

Im Einklang mit der Welt sein

48 Druckpunkte für ein glückliches Leben

Die Organe sind wie unser Haus, und die Meridiane bilden die Straßen, die es mit dem Außen verbinden. Unsere großen Gelenke sind die Kreuzungen. Wie in einem Verkehrswegenetz fließt das Qi durch die Meridiane unseres Körpers. Sein freier, naturgemäßer Fluss hält Yin und Yang in Balance. Wie beim Straßenverkehr können in den Meridianen aber auch Staus auftreten, so dass das Qi nicht mehr richtig fließen kann. Yin und Yang geraten dann in Disharmonie, und es entstehen Probleme auf der körperlichen, seelischen oder geistigen Ebene. Daher ist es wichtig, das Qi in den Meridianen immer in Fluss zu halten.

Übung für die Hüftgelenke

Wir stellen uns entspannt hin, die Füße im Schulterabstand voneinander entfernt, in den Knien geben wir etwas nach. Die Augen sind zu, die Zungenspitze liegt am Gaumen. Dann zählen wir zunächst unsere Atemzüge bis 9; „das dient dazu, die Energie zu aktivieren und ist nützlich bei allen bewegten Übungen“, erklärt Meister Li. Die Hände legen wir locker auf die Hüften. Wir beginnen mit dem Zählen der Atemzüge wieder bei 1 und kreisen sanft mit dem Becken zunächst gegen den Uhrzeigersinn, wobei wir mit der Bewegung nach hinten anfangen, wenn möglich dabei einatmen und beim Bewegen nach vorne ausatmen.

Wenn das Becken in diese Richtung ausreichend frei geworden ist, ändern wir die Richtung und kreisen im Uhrzeigersinn; hier beginnen wir idealerweise vorne herum. Oberkörper und Beine bewegen wir möglichst wenig. Die Übung machen wir 72 Atemzüge lang und können sie mehrfach wiederholen. Im Becken ist unsere Energiezentrale, wenn wir dort locker sind, fließt die Energie überall hin. Die Übung ist gut für den ganzen Rücken, stärkt die Nierenenergie und produziert Wärme.

Natürlicherweise folgt alles und jedes auf der Welt seiner eigenen Natur. Die eigene Natur aller Wesen und Dinge entspricht dem Tao, dem kosmischen Weg und Naturprinzip. Beispielsweise ist es die Natur eines Apfelbaums, Wurzeln zu bilden und in die Höhe zu wachsen, Blätter und Früchte zu tragen und wieder abzuwerfen. Er wird immer nur Äpfel produzieren, keine Birnen, und immer nur Äpfel seiner Sorte. Das alles entspricht seiner Natur, wie Yin und Yang sie dem Tao gemäß formen, wenn beide Kräfte ausgeglichen sind. Geraten Yin und Yang aus dem Gleichgewicht – wenn beispielsweise das Wetter zu trocken oder zu kalt ist – werden die Äpfel vielleicht klein sein und sauer schmecken.

Der Mensch kann zusätzlich zu Störungen durch äußere Einflüsse auch durch seine eigene Seele beeinträchtigt werden. Während sich ein Apfelbaum nicht wünschen wird, ein Birnbaum zu sein, ist es beim Menschen anders. Wünsche, Erwartungen und Vorstellungen entfernen ihn häufig von seiner eigenen Natur. Seine Energie folgt dann nicht mehr dem natürlichen Fluss, sondern staut sich. Sie staut sich an dem Punkt, an dem er an etwas festhält, das nicht seiner wahren Natur entspricht. Yin und Yang geraten in Disharmonie.

Der Ursprung von Staus in den Meridianen liegt oftmals weit in der Vergangenheit und tief in unserem Unbewussten. Mit Hilfe der Übungen der DEAN Methode für die Meridiane haben wir die Möglichkeit, diesen Ursprung zu verstehen, den Stau zu lösen und auf diese Weise Yin und Yang wieder in Harmonie zu bringen. Denn während unsere Organe mit dem zu tun haben, was uns innen betrifft, was jetzt ist und uns bewusst ist, sind die Meridiane unsere Verbindung nach außen – auch zu dem, was außerhalb des Sichtbaren, außerhalb unseres Bewusstseins und in der Vergangenheit liegt.

Die Gelenk- und Meridianübungen der Methode dienen dazu, nach und nach die Staus aufzulösen. Für die zwölf Hauptmeridiane hat Meister Li jeweils vier Druckpunkte ausgewählt, die eine besondere Wirkung haben. Das Üben mit den Meridianen hilft uns, zu unserer eigenen Natur zu finden und glücklich zu leben: In einem tiefen Reinigungsprozess können wir zum Beispiel loslassen lernen, Vergangenes verarbeiten, unser Talent, unsere Lebensaufgabe und unseren Platz im Leben finden, Klarheit in Bezug auf uns selbst und unsere Beziehungen entwickeln, Harmonie mit anderen aufbauen und unsere Wünsche in Einklang mit dem Tao bringen.

Übung mit dem Druckpunkt „Vereinte Täler“

Der Dickdarmmeridian hat in der ursprünglichen Medizin die Aufgabe, für die „Müllabfuhr“ zu sorgen. Die Übungen der DEAN Methode mit dieser Leitbahn helfen uns daher beim Loslassen. Von den vier Druckpunkten, die Meister Li vom Dickdarmmeridian ausgewählt hat, heißt der erste Punkt „Vereinte Täler“. Er liegt in der Vertiefung zwischen Daumen- und Zeigefingerwurzel.

Dieser Punkt, sagt Meister Li, ist „so einfach, so wie von Gott geschenkt.“ Jeder kann ihn sofort finden, und er hat eine große Wirkung, insbesondere hilft er bei allen Problemen, die mit dem Kopf zusammenhängen. So wie in einem Tal zwischen zwei Bergen die Luft oftmals steht, ist es auch an diesem Punkt für die Energie schwer zu fließen, so dass sich hier Schmutz ansammeln kann. Wenn wir diesen Punkt drücken, kann die Energie wieder in Bewegung kommen und der Schmutz abtransportiert werden.

Wir schließen die Augen, legen die Zungenspitze an den Gaumen und drücken den Punkt beim Einatmen mit unserer Daumenspitze. Beim Ausatmen verringern wir den Druck, bleiben aber in Kontakt mit dem Punkt. Hier geht es nicht darum, besonders fest oder lange zu drücken, sondern um die Verbindung – das Spüren der Energie. Wir machen die Übung 72 Atemzüge lang und können sie mehrfach wiederholen, so wie es jeweils für uns passt.

Leben ohne Anstrengung

Die Verbindung zum Geist und zum Tao

Die DEAN Methode ist eine Lebensweise – ein Übungsweg für eine glückliche Zukunft. „Jeder Mensch“, sagt Meister Dean Li, „ist ursprünglich über seinen Lebensgeist (Shen), das ‚Bewusstsein des Herzens‘, mit den Energien des Himmels, dem Tao, verbunden. Mit einer starken, bewussten Verbindung zu unserem Geist bekommen wir auf unserem Lebensweg genau das, was wir für unsere persönliche Entfaltung brauchen. Je mehr und freier das Qi in uns fließt, desto stärker und tiefer ist diese Verbindung. Wir können glücklich leben, glücklich lieben, glücklich arbeiten.“ Je stärker und stabiler die Verbindung zu unserem Lebensgeist und zum Tao ist, desto mehr können wir auch unsere eigene Natur spüren und ihr entsprechend leben. Unser Leben entwickelt sich in einem natürlichen Energiestrom, aus dem sich die Dinge von selbst ergeben, ohne dass wir uns unnötig anstrengen müssen. In der chinesischen Philosophie wird dieser Zustand auch als Wu Wei bezeichnet, als „Nicht-Tun“ oder sinngemäß: „mit dem natürlichen Lauf der Dinge gehen“.

Ziel des regelmäßigen Praktizierens der Methode ist es, die Energie immer weiter zu reinigen, sie in den Organen gesund aufzubauen und in den Meridianen in Fluss zu bringen. Auf diese Weise können Yin und Yang nach und nach ausgeglichen werden, Körper, Seele und Geist mit der Zeit in Harmonie kommen und die Verbindung zum Lebensgeist sowie zum Tao zunehmend stark und stabil werden. Dieser Weg zum geistigen Gipfel, so Meister Li, „ist ein sehr anspruchsvolles Projekt und es ist ganz normal, dabei schnell an seine Grenzen zu stoßen.“ Um über diese Grenzen hinauswachsen zu können, ist neben einer wirksamen Methode die Hilfe eines weisen, erfahrenen Meisters notwendig. Aus diesem Grund unterstützt und begleitet Meister Li auch alle Veranstaltungen seiner Schüler geistig und energetisch.

Zusammen Glücksenergie aufbauen

Harmonie ist der Schlüssel zur Heilung

Ursprüngliche chinesische Medizin ist eine Harmonie-Medizin: Gesundheit bedeutet, dass Yin und Yang in Harmonie sind; Heilung bedeutet, dass sie wieder in Harmonie gebracht – ausgeglichen – werden. Yin und Yang alleine auszugleichen ist oftmals nicht leicht, aber es gibt eine Energie, die für uns Harmonie erzeugen kann: FuQi, die Glücksenergie.

„FuQi kommt ursprünglich aus dem Kosmos. FuQi verbindet unsere Herzen. Alle Lebewesen leben für das FuQi. Wir leben für unser FuQi. Alle Krankheiten, Schmerzen, Sorgen, Karma … werden im FuQi geschmolzen. Alle Freude, Liebe, Hoffnung, Weisheit … wachsen im FuQi.“ – Meister Dean Li Die Kalligrafie von Meister Li rechts zeigt das chinesische Schriftzeichen Fu, übersetzt: „Glück“.

FuQi kann man aufbauen. Wie auch das Zhen Qi, die wahre Lebensenergie, oder das Yuan Qi, unsere Ursprungsenergie, ist FuQi unsichtbar: Es kommt aus der vollkommenen Harmonie des Tao und entsteht in der Einheit von mehreren oder vielen zusammen. Zusammen eine Einheit bedeutet: Alle zusammen sind verbunden im Tao. Durch diese Verbindung können Yin und Yang frei hin und her fließen. Wenn zum Beispiel jemand ängstlich – ganz Yin – ist und alleine kein Yang aufbauen kann, bekommt er in der Einheit von vielen das Yang von einem oder mehreren anderen, die vielleicht ganz viel Yang haben. So ist der Ausgleich ganz einfach.

Die Wirkung von FuQi kann sich in unserem Leben zum Beispiel in glücklichen Fügungen und unerwarteter Hilfe zeigen. Oder darin, dass sich Probleme wie von selbst lösen, man im richtigen Moment das Richtige tut oder dass zur richtigen Zeit das Richtige geschieht.

Du bist herzlich willkommen

Unsere Aktivitäten im DEAN e.V.

Der gemeinnützige DEAN e.V. widmet sich seit 2014 der Förderung und Weitergabe naturbezogener traditioneller Verfahren zu Heilung und Gesunderhaltung. Im Mittelpunkt steht die DEAN Methode von Meister Dean Li. Eines unserer Ziele ist es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit zu bieten, den alten chinesischen Weg zur Harmonie und Glücksenergie kennenzulernen.

Dazu bieten wir in loser Folge vielfältige, öffentliche Veranstaltungen an. Der gemeinschaftliche Geist, der dadurch entsteht, hilft uns auch dabei, den Verein weiterzuentwickeln – bei den regelmäßigen Treffen unserer Arbeitsgruppen oder den praktischen und organisatorischen Vorbereitungen der Veranstaltungen zum Beispiel. So kann für alle, die beim Verein oder seinen Veranstaltungen mitmachen oder einfach nur teilnehmen, FuQi unmittelbar erfahrbar werden und weiter wachsen. Wir freuen uns auf Euch!

Weitere Informationen

Wichtiger Hinweis
Alle Angebote des DEAN e.V. ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung von Ärzten, Heilpraktikern, Therapeuten und Apothekern.

Autor: Dr. Uta Devries
Foto: Ralf Buscher
Die Zeichnungen entstammen dem Buch von Karin Reimer, Dean Qigong für Körper, Seele und Geist, Borsdorf 2015.

DEAN e.V.
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