Unser Tipp für den Frühling: Löwenzahn

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

In Kurzform

Wesen der Pflanze: Wandlung, Anpassungsfähigkeit, Fluss der Lebensenergie, Wärme, Lebenskraft
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Wurzel
Sammelzeit: Blätter und Blüten im Frühling, bzw. im Frühsommer; Wurzel: Frühling oder Frühherbst
Anwendungen: als Tee, (Ur-)Tinktur, in Salaten, frisch: Blätter und Wurzeln; getrocknet: Kraut und Wurzeln. Wenn die Blüten stehen, dann kann man auch die frischen Blüten dazu nehmen.
Zu den Heilwirkungen nach TCM: Hitze klärend und kühlend, Feuchtigkeit ableitend, Wasserwege öffnend, Feuchte-Hitze ableitend und Hitze-Toxine beseitigend, Qi von Milz und Magen unterstützend

Etwas ausführlicher:

Die Signatur

Seinen Namen hat der Löwenzahn von den gezahnten Blättern, die so vielgestaltig sind, dass nicht ein Blatt dem anderen gleicht. Und die Blüte gleicht einer Löwenmähne. Die grünen Blätter erscheinen im Frühling und bilden eine gezähnte Rosette am Boden. Aus diesen Rosetten erheben sich die Blütenstängel und im April erblühen die gelben Blüten, die ganze Wiesen zum Erstrahlen bringen. Der Löwenzahn ist eine Lichtnatur, er ist eine Sonnenpflanze. Die Blüten erscheinen uns wie einzelne Sonnen. Schon das Betrachten der gelben freundlichen Blütenköpfe erfüllt unsere Herzen mit Freude. Löwenzähne sind nicht sparsam, sie sind sehr freizügig und so ist alles in Fülle da.

 

Die Pusteblume ist ein Symbol der Leichtigkeit, der Luftigkeit und mit der gelben Blüte, die uns im Frühling anstrahlt, zeigt die Heilpflanze uns ihr aufhellendes und fröhlich machendes Wesen. Im Löwenzahn steckt ungezügelte, ansteckende Lebenslust.

Das Wesen

Der Löwenzahn ist ein robuster Kerl, der sich durch nichts unterkriegen lässt. Er hadert nicht mit seiner Umgebung oder wünscht sich eine bessere. Er nimmt an, was ist und kann seine eigene Schönheit und sein Talent an genau diesem Ort entfalten. Er kann überall wachsen und so finden wir ihn auf Wiesen, auf Wegen, in aufgerissenen Asphaltspalten, an Bahndämmen, auf gespritzten Feldern genauso wie auf gedüngten Kuhwiesen, in Städten, im Wald und auch im Gebirge. Ein Wesenszug ist seine Wandelbarkeit und seine Anpassungsfähigkeit. Je nachdem wo er wächst, verändert er sein Erscheinungsbild. Er guckt, „was geht“. Er ist flexibel, wandlungsfähig. Keine Pflanze ist wie die andere.

Er versteht sich auf das Thema: Hier leben, hier sein; da leben, da sein.
Wenn wir es dem Löwenzahn  gleichtun, dann können wir annehmen was ist. Wir können akzeptieren, dass es so stimmt, wie es uns gegeben ist und wir hier und jetzt, genau an diesem Ort, zu dieser Zeit, in diesen Beziehungen unsere Schönheit, uns selbst zur Entfaltung bringen können. Dabei heißt Anpassen nicht, sich aufzugeben, sondern sich in unterschiedlichen Umständen anders zum Ausdruck bringen.

Der Löwenzahn ist großzügig und sozial. So gibt sich die Pflanze große Mühe, damit alle üppig vorkommenden Blüten ihre Köpfe in die Sonne halten können. Wenn eine Blüte unter einer anderen im Schatten zu stehen droht, dann lässt der Löwenzahn den Stängel einfach wachsen und biegt ihn so, dass auch diese Blüte in der Sonne baden kann. Auch hier können wir von der Großzügigkeit des  Löwenzahns lernen.
So wie der Löwenzahn sein Talent nicht nur für sich nutzt, sondern dieses auch großzügig weitergibt. Großzügigkeit bedeutet teilen, in und mit der Gemeinschaft, das schafft Freude, die neue Freude erzeugt. Freude steckt an, Freude spornt an, aktiviert, macht Lebenslust.

Heilwirkung

Der Löwenzahn, stärkt, nährt und reinigt die Leber, die Bitterstoffe helfen beim Aufbau neuer Leberzellen. Das erinnert an Leben!

  • Löwenzahn: eines der größten Entgiftungskräuter!
  • Bitter vertreibt die Lethargie aus dem Körper. Löwenzahn ist ein Lebenselixier
  • wirkt auf die Leber (und Galle), die Nieren, die Lymphe und den Darm.
  • Appetitlosigkeit und funktionelle Oberbauchbeschwerden, mangelnde Fettverdauung, Verstopfung
  • bei Stoffwechselkrankheiten, Rheuma, Gicht, Hautkrankheiten
  • Blutreinigend, harntreibend, Frühjahrsmüdigkeit vertreibend.
  • Löwenzahn wurde schon immer auch bei Depression und Melancholie (dunkle schlechte Galle) gegeben. Oder auch, wenn einem eine Laus über die Leber gelaufen ist.
  • Er wird eingesetzt bei Schwäche und Müdigkeit, z.B. auch beim chronischen Müdigkeitssyndrom, da diese Symptome oft auf den Mangel von Leberenergie hinweisen.
  • Löwenzahn wird eingesetzt bei Kältegefühl in den Extremitäten und bei verdauungsbedingtem Kopfschmerz.
  • vorbereitend und begleitend bei Ausleitungstherapien.

Anwendung

Frisch: Blätter und Wurzeln (Wenn die Blüten stehen, dann kann man auch die frischen Blüten dazu nehmen), als Tee, Salat oder Presssaft
Tipp für die Stängel: 3 Stängel pro Tag (wie Kaugummi gegessen) reichen aus, um Leber, Milz und Bauchspeicheldrüse zu reinigen und zu stärken. Wenn Ihr das während der Blütezeit im April/Mai etwa 3 Wochen macht, dann werdet Ihr staunen, wie munter, lebendig und gesund Ihr Euch fühlen werdet.

Getrocknet: Kraut (alles) und Wurzeln als Tee

Alle Pflanzenteile enthalten den weißen Milchsaft. Dass dieser Saft giftig ist, ist schon vielfach widerlegt worden. Bei zu hoher Einnahme, kann er allerdings Durchfall verursachen.

Unser Tipp: einfach mal in ein Löwenzahnfeld legen,
die Blüten anschauen und wirken lassen…


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